Kleine Veränderungen - große Wirkung

Schon kleine Veränderungen im alltäglichen Umgang – vor allem mit uns selbst – verändern unser Lebensgefühl positiv. Z.B.:

 

Dankbarkeit

Die Wissenschaft hat in vielen Studien bewiesen, dass zum Ausdruck gebrachte (z.B. in einem Dankbarkeitstagebuch oder Dankesbrief) bzw. bewusst empfundene Dankbarkeit, Stress reduziert, Depressionen lindert, uns stärkt und uns selber besser fühlen lässt. Wie ein Muskel werden dafür zuständige Strukturen im Gehirn bei häufigem Einsatz stärker gebildet. Das hat zur Folge, dass Dankbarkeit bei ständiger Übung immer spontaner wahrgenommen wird. Obwohl die Forschungen dazu noch ganz am Anfang stehen ist eines bereits klar: Egal was uns das Leben bisher an Herausforderungen präsentiert hat, wir alle können dankbare Menschen werden!

 

Und dann gibt es noch das Gesetz der Resonanz: Das was wir ausstrahlen werden wir erhalten. Strahlen wir Dankbarkeit und Wertschätzung aus, wird mehr in unser Leben kommen, das wir wertschätzen und wofür wir dankbar sein werden. Also worauf warten wir noch? Ich danke, dass mich die Texte, die mir dies vermittelt haben, erreicht haben.

 

Positive Worte

 

Auch die bewusste Wahl positiver Wörter hat großen Einfluss auf unser Gehirn. Wer hätte gedacht, dass Worte wie „Liebe“ und „Frieden“ auch unser logisches Denken verbessern? In ihrem Buch „Words Can Change Your Brain“ schreiben der Neurowissenschaftler Dr. Andrew Newberg und der Kommunikationsexperte Robert Waldman:

„Ein einziges Wort hat die Macht, die Auswirkung jener Gene zu beeinflussen, die körperlichen und emotionalen Stress regulieren.  ….

 

Nutzen wir mehr positive Worte als negative, aktivieren wir die Teile des Gehirns, die für die Motivation verantwortlich sind und sogar die für die motorischen Abläufe, also jene, die uns in Bewegung bringen, handeln lassen.

 

Unsere Forschung hat gezeigt: Je länger wir uns auf positive Wörter konzentrieren, umso mehr werden davon auch andere Hirnregionen beeinflusst. Funktionen im Parietallappen beginnen sich zu verändern und damit, wie wir uns und andere Menschen wahrnehmen. Sehen wir uns selbst positiver, wird automatisch auch unser Blick auf die anderen freundlicher – während ein negatives Selbstbild uns andere kritisch sehen und an ihnen zweifeln lässt. Über die Zeit verändert sich je nach Wörtern die wir überwiegend nutzen, auch die Struktur des Thalamus – und wir glauben, dass sich damit auch unser Wahrnehmen der Realität wandelt.“

 

Während positive Wörter Motivation, Denkleistung und Mitgefühl stärken, schränken negative Wörter das Denken ein, in dem sie die Produktion der für ein gutes Stressmanagement wichtigen Botenstoffe vermindern und die Aktivität im Angstzentrum (Amygdala) erhöhen.

 

Die frohe Botschaft: Wir können das trainieren! Unser Gehirn ist nämlich in jedem Alter lernfähig und lässt sich mit ständigem Wiederholen positiver Wörter neu strukturieren. Also:

  • Verändere Deine Worte und Du veränderst Dein Leben!

       Und das bitte auch und vor allem in den gedanklichen Selbstgesprächen.

 

Und wie geht das? Wenn ich gerade von etwas oder jemandem genervt bin, dann bin ich es doch!

 

Man könnte z.B. fragen, was brauche ich wenn ich genervt bin, vielleicht Ruhe, eine Auszeit und dieses zum Ausdruck bringen. Statt ich schaffe das nicht – ich finde einen Weg. Statt ich habe ein Problem – ich finde eine Lösung. Mit der Zeit wird sich diese positive Ausdrucksweise als ganz normal etablieren.

 

Wie wir bei beiden Möglichkeiten sehen, geht es als erstes um Bewusstheit. Bewusst wahrnehmen, wofür ich dankbar bin, bewusst positive Wörter benutzen. Eine bewusste Wahrnehmung dessen was ist, was ich tue und denke, ist der Schlüssel zur Verbesserung meiner Lebenssituation.

 

Martina Rodenbostel